NAS-Systeme

Datenrettung von NAS-Server-Systemen

QNAP TS-809 DatenrettungNetwork Attached Storage (kurz: NAS) sind kompakte Serverlösungen, die vorwiegend als zentraler Netzwerkspeicher für kleine bis mittlere Unternehmen genutzt werden. NAS-Systeme sind meist mit einem Linux-Betriebssystem ausgestattet und auf den Speicherzugriff optimiert bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Im NAS bestehen meist vielfältige Möglichkeiten der Konfiguration des jeweiligen Raid- und Filesysteme. So ist es bei nahezu allen Systemen mit mindestens 4 Festplatten möglich, diese als Raid0, Raid1, Raid10 oder Raid 5 zu konfigurieren. In einigen Fällen sind auch andere Raid-Varianten konfigurierbar (z.B. Raid6). Je nach NAS-Betriebssystem können klassische Linux Dateisysteme wie Ext2 oder Ext3 aber auch Ext4, XFS, ZFS und andere gewählt werden. Dies ist gerade im Hinblick auf die Datensicherheit nicht ganz unerheblich, da einige Filesysteme u.a. schnell realisierbare Schattenkopien des gesamten Systems ermöglichen. Dies muss wiederrum durch die Firmware des NAS unterstützt werden. Datenverluste bei NAS-Systemen treten meist auf ähnliche Art und Weise wie bei SAN-Systemen oder Raid-Systemen in Servern auf. Meist sind eine oder mehrere defekte Festplatten die Ursache des nicht mehr verfügbaren Raid-Volumes. Aber auch Überspannungsschäden, durch defekte Netzteile oder durch Blitzeinschläge können bei nicht vorhandenen USV-Systemen zu massiven Schäden an NAS-Servern und den darin befindlichen Festplatten führen.

Die häufigsten Gründe für einen Datenverlust

  • Defekte Festplatte(n) (je nach Raid-System ist der Ausfall von zwei Festplatten für einen Datenverlust ausreichend)
  • Überhitzung des Serversystems durch fehlerhafte Kühlung/ Klimaanlage im Rechenzentrum/ Serverraum. (mit der Folge von Festplattenbeschädigungen und –ausfällen)
  • Benutzerfehler (z.B. Löschen der Raid-Konfiguration, Formatieren des Volumes, etc.)
  • Überspannung durch defekte Netzteile, Spannungsschwankungen, Blitzschäden
  • Defekte Raid-Controller (meist Folgeschäden durch fehlerhafte Rebuilds/ Reorganisation)
  • Dateisystem beschädigt (verschiedene Ursachen)
  • Fehler in der Firmware/ im Betriebssystem (z.B. Überschreibung der Speicherkonfiguration)

RAID 5 ist die häufigste RAID-Konfiguration bei NAS

Je nach Anzahl der verfügbaren Datenträger und je nach technischer Ausstattung des Network Attached Storage bieten sich verschiedene RAID-Konfigurationen an. In den meisten Fällen wird das effizienteste (Preis-Leistung) RAID5 System verwendet. Dafür sind mindestens 3 Datenträger erforderlich. Bevor ein Datenverlust eintritt, kann eine Festplatte problemlos ausfallen. Das RAID System gerät dann in den Degraded Status, d.h. es muss nach einem Austausch der defekten Festplatte neu aufgebaut werden (Verteilung der Paritätsdaten/ Synchronisation/ Rebuild). Kommt es zum Ausfall von mehr als einem Datenträger, ist das RAID-System nicht mehr konsistent und somit nicht mehr verfügbar. Eine Datenrettung eines RAID 5 NAS Systems ist meist möglich. Der Aufwand richtet sich nach der Anzahl der beschädigten Datenträger und der Art der Beschädigung (auch logische Fehler) und nach dem Aufbau der RAID-Konfiguration.

Neben dem RAID 5 werden oft auch RAID 0 oder RAID 1 Level verwendet (jeweils nur 2 Datenträger erforderlich). Viele NAS-Systeme ermöglichen auch die Nutzung weiterer standardisierter RAID-Konfigurationen (RAID 1+0/ 10, RAID 6). Einige Hersteller haben eigene RAID-Konfigurationen entwickelt und bieten dem Anwender damit meist viele Erleichterung und Vorteile bei der Nutzung. Die so genannten proprietären RAID-Systeme können meist flexibel erweitert werden (Hinzufügen einer Festplatte), sind per Knopfdruck konfigurierbar und können mit Datenträgern unterschiedlicher Größen aufgebaut werden. Die Redundanz kann in vielen Fällen ebenfalls gewählt werden (meist 1 oder 2 Datenträger).

Einige Beispiele proprietärer RAID-Systeme bei NAS-Servern

NAS Datenrettung (auch DAS) von folgenden Herstellern

  • ACER NAS Datenrettung (Aspire EasyStore/ AC100 Micro Server)
  • Asustor Datenrettung (z.B. AS-602T/ AS-604T/ AS-606T/ AS-608T/ AS-609RD
  • Buffalo NAS Datenrettung (LinkStation/ Terastation/ Cloudstation)
  • Cisco NAS Datenrettung (CISCO-SMB NAS Smart Storage)
  • CnMemory NAS Datenrettung (Spaceloop/ Exito NAS-Server)
  • Digitus NAS Datenrettung (z.B. Mini NAS/ Gigabit NAS)
  • D-Link NAS Datenrettung (ShareCenter, Cloud Sharecenter)
  • Drobo NAS Datenrettung (z.B. Data Robotics Drobo 5N/ 5D
  • Freecom NAS Datenrettung (Network Drive/ Silverstore)
  • Fujitsu NAS Datenrettung (Celvin NAS Server)
  • HP NAS Datenrettung (HP StoreEasy/ X1400 Storage System/ HP Storage Works/ STOREONCE Backup System)
  • Inxtron RAID Datenrettung (z.B. MD4 eSata)
  • Iomega NAS Datenrettung (Storecenter/ EZ Media und Backup Center/ Lenovo Iomeaga NAS/ Lenovo EMC NAS
  • Lite-On NAS Datenrettung (z.B. Plextor NAS4 Series)
  • LevelOne NAS Datenrettung (z.B. GNS-4001/ GNS-2000)
  • LaCie NAS Datenrettung (z.B. 2big NAS/ 4big NAS/ 5big NAS)
  • LG NAS Datenrettung (z.B. N1T1DD1/ N4B1ND4/ N4B2N)
  • NetApp FAS / DS NAS-Lösungen
  • Netgear NAS Datenrettung (ReadyNAS)
  • Promise NAS Datenrettung (Smartstor/ Pegasus/ VTrack)
  • QNAP NAS Datenrettung (z.B. Turbo-Station/ TS-869 Pro/ TS-469/ TS-870/ TS-1270)
  • Seagate NAS Datenrettung [FreeAgent GoFlex/ Business Storage/ BlackArmor NAS)
  • Synology NAS Datenrettung (Disk Station/ DS212/ DS213/ DS411/ DS413/ DS712/ DS812/ DS3612)
  • Tandberg NAS Datenrettung (z.B. BIZNAS R400/ Tandberg 5100-NAS/ BIZNAZ R408)
  • Thecus NAS Datenrettung (z.B. N4100Pro/ N4200Eco/ N7700Pro/ N6850/ N5200 Pro)
  • Toshiba NAS Datenrettung (StorE Cloud)
  • Western Digital (WD) NAS Datenrettung (MyBook Live/ WD Sentinel)
  • ZyXEL NAS Datenrettung (z.B. NSA 325)
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